Gärrestaufbereitung
Die Vergärung organischer Materialien findet in sog. Fermentern statt. Hier verarbeiten spezielle Mikroorganismen unter Sauerstoffabschluß die vorhandenen Kohlenstoffverbindungen. Gewünschtes Hauptprodukt dieses Prozesses ist Biogas (Methan), das zur Energiegewinnung genutzt oder direkt als „Bioerdgas“ in die öffentlichen Gasnetze eingespeist werden kann.
Übrig bleibt die sog. Biogasgülle, ein flüssiges Gemisch, das je nach Ausgangssubstrat noch einen hohen Gehalt an Nährstoffen wie Phosphor, Stickstoff, Kalium und Magnesium enthält.
Nährstoff-Kreislauf wirtschaftlich gestalten
Aufgrund dieser enthaltenen Nährstoffe ist die Biogasgülle hervorragend geeignet, um als Dünger erneut auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht zu werden. Jedoch macht wegen des hohen Wassergehaltes nur eine Nutzung in direkter Umgebung zur Biogasanlage Sinn.
Da oftmals nicht genügend landwirtschaftliche Flächen in direkter Nachbarschaft vorhanden sind, stellt die maschinelle Entwässerung der Biogasgülle einen geeigneten Ausweg dar.
Die Entwässerung des Gärrestes ermöglicht eine wirtschaftlichere Verwertung dieses Reststoffes, da der Wassergehalt um 20-30% reduziert werden kann. Längere Transportwege zu weiter entfernt gelegenen landwirtschaftlichen Flächen können durch den höheren Feststoffgehalt des entwässerten Gärrestes realisiert werden.
Die bei der Entwässerung anfallende nahezu feststofffreie Flüssigkeit kann erneut zum Anmischen des Gärsubstrates dienen und somit teures Frischwasser einsparen.
Um die maschinelle Entwässerung so effektiv wie möglich zu gestalten, muss die Biogasgülle zunächst „konditioniert“ werden, das heißt mit Hilfe organischer und anorganischer Flockungsmittel vorbehandelt werden. Das verbessert zum einen die Entwässerbarkeit deutlich und hilft, den noch im Wasser gelösten Phosphor in die Festphase zu überführen.
Dabei können wir Sie mit unserem Wissen und unserer langjährigen Erfahrung bei der Anwendung von Flockungsmitteln tatkräftig unterstützen.