print

Textgröße:

Glasindustrie

Rohstoff für die Glasherstellung ist hochreiner Quarzsand, auch Glassand genannt. In weiten Teilen Europas befinden sich sehr große Lagervorkommen dieses Sandes.

Jedoch sind wenige Lagerstätten so rein und in ihrem Kornaufbau so homogen, dass der Rohsand direkt und ohne Aufbereitung weiter verwendet werden kann.  In den sogenannten Nassaufbereitungsverfahren wird der Sand mit Wasser ausgewaschen, um ihn von störenden Bestandteilen wie Lehm, Ton, Holz etc. zu befreien. Der Quarzsand wird anschließend klassiert und weiterverarbeitet.

Übrig bleibt ein mit Schmutzstoffen angereichertes Waschwasser, das als Kreislaufwasser wiederverwendet wird. Daher ist eine Fest-Flüssig-Trennung, oft mit schwach bis mittel anionischen Polyacrylamiden, erforderlich.

Aber auch bei der anschließenden Glasbearbeitung, wie beim Schleifen oder auch durch chemische Oberflächenbehandlungen, fallen spezifische Abwässer an, die zwecks Wiederverwertung oder sachgemäßer Ableitung gereinigt werden müssen. Hier finden vor allem Polyamine Verwendung, da sie sich hervorragend zur Öl-/Feinstaub-Abtrennung und Koagulation eignen.